Fertiggerichte in Deutschland: Produktion steigt deutlich, Nudelgerichte verzeichnen stärkstes Wachstum

Fertiggerichte in Deutschland: Produktion steigt deutlich, Nudelgerichte verzeichnen stärkstes Wachstum
Fertiggerichte in Deutschland: Produktion steigt deutlich, Nudelgerichte verzeichnen stärkstes Wachstum

Die Produktion von Fertiggerichten in Deutschland ist zwischen 2019 und 2024 mengenmäßig um 25,6 Prozent gestiegen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wurden 2024 rund 1,7 Millionen Tonnen Fertiggerichte im Wert von 5,9 Milliarden Euro hergestellt. Vor fünf Jahren lag die Produktion noch bei 1,4 Millionen Tonnen und einem Wert von 4,1 Milliarden Euro.

Gesamtentwicklung und jüngste Daten

Im Fünfjahresvergleich zeigt sich neben dem mengenmäßigen Zuwachs auch ein starker Anstieg des nominalen Produktionswerts. Dieser wuchs im betrachteten Zeitraum um 45,4 Prozent. Der Trend setzte sich laut Destatis auch 2025 fort: In den ersten drei Quartalen wurden Fertiggerichte im Wert von 4,5 Milliarden Euro produziert, das entspricht einem nominalen Plus von 2,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Mengenangaben für diesen Zeitraum sind aus Gründen des statistischen Datenschutzes nicht verfügbar.

Entwicklung nach Produktgruppen

Das größte mengenmäßige Wachstum verzeichneten Nudelgerichte. Ihre Produktion stieg von 345 000 Tonnen im Jahr 2019 auf 539 000 Tonnen im Jahr 2024, ein Zuwachs von 56,4 Prozent. Wertmäßig nahm die Produktion von Nudel-Fertiggerichten von 643 Millionen Euro auf 957 Millionen Euro zu, was einem nominalen Plus von 48,9 Prozent entspricht.

Auch Fleischgerichte legten deutlich zu. Die produzierte Menge stieg von 221 000 Tonnen auf 316 000 Tonnen, ein Plus von 43,2 Prozent. Der Produktionswert wuchs in diesem Segment von 907,5 Millionen Euro auf 1,6 Milliarden Euro, ein nominaler Anstieg von 71,3 Prozent.

Bei Gemüse-Fertiggerichten erhöhte sich die Menge von 183 000 Tonnen auf 197 000 Tonnen, das sind 7,2 Prozent mehr als 2019. Der Wert der Produktion wuchs dagegen deutlich stärker und lag 2024 bei 549 Millionen Euro, ein Anstieg von 54,3 Prozent. Einzig bei Fischgerichten ging die produzierte Menge leicht zurück von 24 000 Tonnen auf 22 000 Tonnen, ein Minus von 7,2 Prozent. Der Produktionswert der Fischgerichte stieg jedoch nominal um 7,9 Prozent auf 208 Millionen Euro.

Zeitaufwand für Essenszubereitung und methodische Hinweise

Trotz des größeren Angebots an Fertiggerichten hat sich der tägliche Zeitaufwand für die Zubereitung von Mahlzeiten kaum verändert. Die Zeitverwendungserhebung 2022 ergab, dass Personen ab 10 Jahren im Durchschnitt 41 Minuten pro Tag mit Zubereiten von Mahlzeiten und zugehöriger Küchenarbeit verbringen. Zehn Jahre zuvor lag die durchschnittliche Dauer bei 40 Minuten.

Die Erhebung dokumentiert weiterhin deutliche geschlechterspezifische Unterschiede. 2022 widmeten Frauen und Mädchen durchschnittlich 53 Minuten pro Tag der Essenszubereitung, Männer und Jungen dagegen 29 Minuten. Vor zehn Jahren betrugen diese Werte 55 Minuten beziehungsweise 24 Minuten.

Die Produktionsstatistik umfasst Betriebe des produzierenden Gewerbes mit 20 und mehr Beschäftigten und fasst verschiedene Produktkategorien zusammen, darunter Fertiggerichte auf Fleischbasis, auf Fischbasis, auf Gemüsebasis sowie verschiedene Teigwaren und andere Fertiggerichte. Für die ersten drei Quartale 2025 sind mengenbezogene Angaben nicht verfügbar, weil die Zahlen der statistischen Geheimhaltung unterliegen.

Die Daten wurden vom Statistischen Bundesamt im Vorfeld der Internationalen Grünen Woche veröffentlicht.

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