Industrieproduktion im November leicht gestiegen, Automobilindustrie treibt Zuwachs

Industrieproduktion im November leicht gestiegen, Automobilindustrie treibt Zuwachs
Industrieproduktion im November leicht gestiegen, Automobilindustrie treibt Zuwachs

Die preisbereinigte Produktion im Produzierenden Gewerbe ist im November 2025 im Vergleich zum Vormonat saison- und kalenderbereinigt um 0,8 Prozent gestiegen. Das teilt das Statistische Bundesamt in vorläufigen Zahlen mit. Im Dreimonatsvergleich lag die Produktion von September bis November 2025 um 0,7 Prozent über dem Niveau der drei Monate zuvor.

Leichter Aufschwung nach schwächerer Phase

Die jüngsten Daten signalisieren eine Fortsetzung eines verhaltenen Erholungskurses in der Industrie. Nach einem Tiefpunkt im Dezember 2024 hatte sich die Produktion im Verlauf des Jahres 2025 zunächst leicht stabilisiert. Nach einem Einbruch im August blieb das Produktionsniveau im September niedrig, ehe im Oktober ein erster Aufwärtstrend einsetzte, der sich im November fortsetzte. Die Oktoberwerte wurden revidiert, die Produktion lag nun monatlich um 2,0 Prozent höher als im September, nach zuvor gemeldeten 1,8 Prozent.

Sektoren im Detail

Treiber der Novemberzunahme war vor allem die Automobilindustrie, deren Produktion saison- und kalenderbereinigt um 7,8 Prozent gegenüber dem Vormonat zulegte. Weitere positive Impulse kamen vom Maschinenbau mit plus 3,2 Prozent sowie von Aktivitäten in der Maschinenwartung und Montage mit plus 10,5 Prozent. Dagegen belastete ein Rückgang in der Energieerzeugung, die um minus 7,8 Prozent fiel.

Ohne Energie und Baugewerbe stieg die Industrieproduktion im November zum Vormonat um 2,1 Prozent. Die Produktion von Investitionsgütern legte um 4,9 Prozent zu. Die Herstellung von Vorleistungsgütern ging um 0,8 Prozent zurück, Konsumgüter um 0,3 Prozent. Außerhalb der Industrie sank die Bauproduktion um 0,8 Prozent.

In den energieintensiven Industriezweigen fiel die Produktion im Monatsvergleich um 1,5 Prozent. Im Dreimonatsvergleich lag sie nahezu konstant, mit einem leichten Plus von 0,1 Prozent. Gegenüber dem Vorjahresmonat war die energieintensive Produktion kalenderbereinigt um 3,3 Prozent niedriger.

Jahresbilanz und Ausblick

Für die Monate Januar bis November 2025 ergibt sich ein Rückgang der Produktion im Produzierenden Gewerbe von 1,2 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die Industrie verzeichnete ein Minus von 1,3 Prozent, das Baugewerbe 1,7 Prozent. Die Energieerzeugung stieg hingegen um 2,0 Prozent. Innerhalb der Industrie wirkten sich unter anderem Rückgänge in der Automobilindustrie, in energieintensiven Branchen und im Maschinenbau negativ aus.

Für den weiteren Verlauf könnten andere Indikatoren auf eine Fortsetzung der Erholung hindeuten. So stieg der Lkw-Maut-Fahrleistungsindex im Dezember kalender- und saisonbereinigt um 3,2 Prozent. Außerdem lagen die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe im November kalender- und saisonbereinigt um 5,6 Prozent über dem Vormonat. Ohne Großaufträge weist der Dreimonatsvergleich von September bis November ein Plus von 2,1 Prozent aus. Die vorläufigen Ergebnisse für den Produktionsindex im Dezember werden am 6. Februar 2026 veröffentlicht.

Die Daten basieren auf dem Produktionsindex des Statistischen Bundesamtes mit dem Jahr 2021 als Basis. Die Saison- und Kalenderbereinigung erfolgte mit dem Verfahren X13 JDemetra+. Die Angaben zu den energieintensiven Branchen beruhen auf einer Abgrenzung, die einen hohen Energiebedarf im Verhältnis zur Bruttowertschöpfung kennzeichnet. Weitere Detaildaten und lange Zeitreihen stellt das Amt online zur Verfügung.

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innodaily
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