
Nach vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamts wurden im 1. Quartal 2026 in Deutschland 126,6 Milliarden Kilowattstunden Strom in das öffentliche Netz eingespeist. Das waren 6,0 Prozent mehr als im Vorjahresquartal. Mehr als die Hälfte der inländischen Erzeugung stammte aus erneuerbaren Quellen, und Deutschland erzielte erstmals seit dem 4. Quartal 2023 wieder einen Exportüberschuss.
Ergebnisse im Überblick
Die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energieträgern stieg gegenüber dem Vorjahresquartal um 13,9 Prozent auf 67,5 Milliarden Kilowattstunden. Damit betrug ihr Anteil an der insgesamt ins Netz eingespeisten Strommenge 53,3 Prozent, nach 49,6 Prozent im 1. Quartal 2025. Die konventionelle Erzeugung ging um 1,8 Prozent auf 59,1 Milliarden Kilowattstunden zurück und hatte einen Anteil von 46,7 Prozent.
Wind und Photovoltaik
Treiber des Zuwachses bei den erneuerbaren Energien war vor allem die Windkraft. Die Stromproduktion aus Wind stieg um 28,8 Prozent auf 42,8 Milliarden Kilowattstunden, ihr Anteil an der inländischen Einspeisung lag damit bei 33,8 Prozent. Das Statistische Bundesamt verweist darauf, dass der starke Anstieg im Vergleich zum Vorjahr vor allem auf ein außergewöhnlich windarmes 1. Quartal 2025 zurückzuführen ist. Die Photovoltaik lieferte im gleichen Zeitraum weniger Strom als im Vorjahr. Ihre Erzeugung sank um 7,4 Prozent auf 10,3 Milliarden Kilowattstunden und ihr Anteil fiel auf 8,1 Prozent.
Konventionelle Energieträger
Bei den fossilen Energieträgern ging die Kohleverstromung zurück. Die Erzeugung aus Kohle verringerte sich um 5,1 Prozent auf 30,5 Milliarden Kilowattstunden und hatte einen Anteil von 24,1 Prozent. Die Stromproduktion aus Erdgas stieg leicht um 3,2 Prozent auf 25,4 Milliarden Kilowattstunden, ihr Anteil am Strommix sank dennoch geringfügig auf 20,0 Prozent, da die gesamte eingespeiste Strommenge zunahm.
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