Staatliche Geldleistungen 2025: Ausgaben steigen um 5,9 Prozent auf 751,2 Milliarden Euro

Staatliche Geldleistungen 2025: Ausgaben steigen um 5,9 Prozent auf 751,2 Milliarden Euro
Staatliche Geldleistungen 2025: Ausgaben steigen um 5,9 Prozent auf 751,2 Milliarden Euro

Die Ausgaben des Staates für monetäre Sozialleistungen sind 2025 deutlich gestiegen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts wuchsen diese Zahlungen im Jahresvergleich um 5,9 Prozent beziehungsweise 41,7 Milliarden Euro und lagen damit bei 751,2 Milliarden Euro. Damit blieb das Wachstum über dem langjährigen Durchschnitt seit 1991, fiel jedoch schwächer aus als in den beiden Vorjahren.

Gesamteinschätzung und konjunktureller Kontext

Im Vergleich zum Mittelwert seit 1991 von 3,4 Prozent zeigte sich 2025 ein überdurchschnittlicher Anstieg. 2024 hatte das Wachstum bei 7,4 Prozent gelegen, 2023 bei 6,9 Prozent. Da die Verbraucherpreise 2025 nur um 2,2 Prozent zunahmen, ergab sich auch ein realer Zuwachs der monetären Sozialleistungen. Die gesamten staatlichen Ausgaben stiegen 2025 um 5,7 Prozent, sodass der Anteil der Sozialleistungen an den Gesamtausgaben mit 33,2 Prozent auf dem Vorjahresniveau blieb.

Wer profitiert von den Mehrausgaben

Die Erhöhungen verteilen sich nicht gleichmäßig auf alle Leistungsarten. Am stärksten wuchsen Ausgaben im Bereich Alterssicherung. Die Geldleistungen der Deutschen Rentenversicherung stiegen um 5,9 Prozent beziehungsweise 23,2 Milliarden Euro auf 417,9 Milliarden Euro. Öffentliche Pensionen legten um 5,1 Prozent beziehungsweise 4,6 Milliarden Euro auf 95,0 Milliarden Euro zu.

Deutliche Zuwächse gab es auch im Bereich Beschäftigungsförderung und Arbeitslosigkeit. Das Arbeitslosengeld I verzeichnete einen Anstieg um 19,1 Prozent beziehungsweise 4,5 Milliarden Euro auf 28,2 Milliarden Euro. Staatliche Zuschüsse für die Berufsförderung stiegen um 19,4 Prozent beziehungsweise 1,2 Milliarden Euro auf 7,2 Milliarden Euro. Auch das Wohngeld war stärker nachgefragt, die Ausgaben erhöhten sich um 26,7 Prozent beziehungsweise 1,1 Milliarden Euro auf 5,0 Milliarden Euro.

Weitere Zuwächse betrafen Krankengeld mit plus 5,0 Prozent auf 22,3 Milliarden Euro, Pflegegeld mit plus 13,1 Prozent auf 31,9 Milliarden Euro und Sozialhilfe mit plus 7,8 Prozent auf 44,4 Milliarden Euro. Das Bürgergeld ging leicht zurück, um 1,5 Prozent beziehungsweise 0,4 Milliarden Euro auf 29,4 Milliarden Euro. Das Bürgergeld wird ab Juli 2026 in Grundsicherungsgeld umbenannt.

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